TAGUNGSHAUS DER GOETHE-UNIVERSITÄT, SCHMITTEN

Bauherr: Else-Kröner-Stiftung
Leistung: HOAI LP. 1-9 (in Planung)

Die Idee, das Jagdhaus auf dem Waldgrundstück in Schmitten als Tagungsstätte zu neuem Leben zu erwecken, ist eine reizvolle, sehr schöne aber auch heraus- fordernde Aufgabe. Nicht nur der baufällige Zustand des Hauses, sondern insbe- sondere auch seine extrem geringe Geschosshöhe im Gebäudesockel schließen aus, dass man bei Erhalt des Bestands eine Sanierung oder Ergänzung vornimmt. Stattdessen ist es unumgänglich, die marode Substanz komplett abzutragen, um einen Neubau an gleicher Stelle zu errichten.
Typologisch und gestalterisch sucht der Neubau seinen Bezug im Vorgängerbau. Er ist gleichermaßen eine kritische Rekonstruktion wie auch eine eigenständige Neu- interpretation des Jagdhauses: Das Konstruktionsprinzip mit einer massiven Sockel- zone und leichten Holzaufbauten wird beibehalten. Ebenso das Volumen in ähn- licher Größenausdehnung als auch die Gliederung in zwei Seitenflügel und einen Mittelteil. Als Reminiszenz an das Jagdhaus und an seine damals sehr innovative vorgefertigte Holzkonstruktion schlagen wir auch für den Neubau eine Holzskelett- bauweise vor, die in ihrer typologisch und konstruktiv klaren Ausprägung dem Haus wieder einen besonderen Charakter verleiht. Der Bereich des Hauses, der Sockel, der regelrecht in den Hang gebaut ist, wird wie bei dem Vorgängerbau massiv ausgeführt.