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Tower 90, Frankfurt am Main


nichtoffener Wettbewerb 2016: 3. Preis

Mitarbeit: Frank Heinen, Daniel Glebe, Philipp Sontach


Der Tower 90 wird wie sein Pendant am Güterplatz nahezu bündig in die Blockkante in die zur Europaallee geschwungene Blockkante eingefügt. Durch seine Grundrissprofilierung und Höhe verfügt er dennoch über einen eigenen, kraftvollen Ausdruck. In der Flucht der Blockkante kann der Turm eine städtebauliche Präsenz erlangen, die ihn trotz seiner geringeren Höhe im Vergleich zu seinen Nachbarn zu einem signifikanten städtebaulichen Zeichen macht. Hierzu trägt seine signifikante Eckbetonung bei, die ihn im Sockelgeschoss leicht aus dem Blockrand hervortreten lässt und durch die sich gleichzeitig der Eingang leicht nach hinten faltet. Ungeachtet der städtebaulichen Vorteile bedeutet die Baukörperdrehung eine Qualitätssteigerung für die Geschosswohnungen, da sich deren Ausblick verbessert. Das leichte Einklappen der Fassaden jeweils in der Mittelachse trägt wesentlich zur Gliederung und Streckung des Baukörpers bei. Die metallischen Fassadenoberflächen jeder Fassadenhälfte werden das Licht und die Sonne unterschiedlich reflektieren.  Zur Plastizität des Turmes tragen eingeschnittene Loggien und die nach Süden und Osten zusätzlich auskragenden Balkone bei.


Der Eingangsbereich und die Stadtseite erfahren eine Betonung durch eine Zweigeschossigkeit und durch eine kolonnadenartige Eingangsituation, über die man in eine zweigeschossige, großzügige Eingangshalle gelangt.  Einer hochwertigen Erschließung der Wohnungen wird große Bedeutung beigemessen:  Der gut proportionierte Aufzugsvorraum führt jeweils über offen gehaltene Glasrahmentüren stirnseitig in kurze notwendige Flure, die die Appartements anbinden. Mit dieser Lösung kann der Feuerwehraufzug als ein normaler Personenaufzug ohne zusätzlichen Aufzugsvorraum für die Erschließung aktiviert werden. Das gewählte Erschließungssystem sichert eine maximale Flexibilität und erlaubt bis zu 10 Wohnungen pro Geschoss. Somit sind für die gewünschte Kleinteiligkeit gute Voraussetzungen gegeben. Der Flexibilität dienlich ist auch die gewählte Konstruktion, die von einem tragenden Kern und einer tragenden Außenwand ausgeht. Zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und als Grundlage für die offenen stützenfreien Außenwandecken befinden sich in der Tiefe der Geschossflächen noch wenige Stahlbetonstützen.